Spielzeit: ca. 120 Min. ab 12 Jahren
Spielort: Kinopolis Cinema 9 Uhrzeit: 15:00 Uhr Datum: Freitag, 13.03.
Spielort: Salzstadel Uhrzeit: 17:00 Uhr Datum: Samsatag, 14.03.

Queer Shorts Special

Präsenz zeigen: Das heißt, Unsichtbarkeit zu überwinden und durch bewusste Irritation ausgediente und schädliche Muster aufzubrechen.

In einem alten Schuhkarton, ganz tief hinten im Schrank des Elternhauses findet Logan das rosa Seidenkleid. Die junge Frau, die sich in ihrem Alltag weit weg in der Großstadt sonst eigentlich sehr maskulin kleidet und auch so gelesen werden möchte, streift es sich über. Vor dem Spiegel dreht sie sich und versucht, sich selbst und ihren Körper in dem Kleid zu erkennen. Bald ergänzt ein Cowboyhut das ungewohnte Outfit. In dem ländlichen Ort in den USA prägen alte Westernfilme noch immer das Bild von Geschlecht; ein jahrzehntelang unhinterfragtes (Film-)Ideal. Mit einem Lächeln auf den Lippen schnellen Logans Hände nach vorne, wie in ein Pistolenduell verwickelt. Sie findet ihren eigenen Weg zwischen zwei tradierten Rollen. (GREENHORN)

„Schön”. Immer wieder fällt dieses kleine Wort: beim Einkaufsbummel von Ali und seiner Mutter, wenn die beiden losgelöst Stoffbahnen „anprobieren” und letztendlich auch hinter der Bühne, als Ali sich für seinen Auftritt in Drag schminkt. Ein direkt inflationär benutzter Ausdruck, dabei ist Schönheit eine zutiefst subjektive Wahrnehmung. So hat es gedauert, bis die Mutter die Sexualität ihres Sohns akzeptieren konnte. Zu eng waren und sind die Grenzen von Land, Leuten und Traditionen. Doch auf der Bühne ist Ali frei – und seine Mutter sieht ihren schönen Sohn mit unverstelltem Blick. (ADEMI)

Ein entschlossener Sprung aus dem dritten Stock; wie in Zeitlupe gleitet der Rächer durch die Leere. Kaum hat er den Boden berührt, nähert er sich der Gruppe mit tänzelnder Leichtigkeit. Dort, wo Männer eine Frau bedrängen, entbrennt ein Kampf, der eher einer Tanzchoreografie wirbelnder Körper gleicht. Fast schwerelos setzen sie sich zur Wehr – ein Akt purer Körperbeherrschung, durch den sie sich Stück für Stück die Souveränität über ihr eigenes Dasein zurückerobern. (STUPORIA)

Diese sechs Kurzfilme werden exklusiv im Rahmen des Queer Short Special gezeigt und laufen nicht im regulären Programm ihrer jeweiligen Wettbewerbe.

 

Queer Shorts Special

Greenhorn

Eine junge, burschikose Frau muss nach Hause zurückkehren, um ihrem Vater nach einem Autounfall bei der Genesung zu helfen. Dabei stellt sie fest, dass Versöhnung gar nicht so einfach ist, wenn es um die eigene Identität geht.

ZUM FILM

Ademi

Ali findet in Drag Freiheit und Kraft. Seine Mutter liebt ihn, fürchtet aber Ausgrenzung in Kasachstan. Zwischen Nähe und Konflikt halten sie zusammen.

ZUM FILM

no pressure healing

Nach einem sexuellen Trauma lebt Noah mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Doch er gibt die Hoffnung nicht auf, seine Verbindung zu Sexualität neu zu finden.

ZUM FILM

Stuporia

Im Laufe eines Tages findet ein Tänzer, dem seine Fähigkeit zu tanzen brutal entrissen wurde, die Kraft, seine Wunden zu heilen und ein letztes Mal zu tanzen.

ZUM FILM

Fuck the Cistem

Noa (22), nicht-binär, möchte einfach nur ihr Leben leben. Doch alltägliche Diskriminierungserfahrungen stehen dem immer wieder im Weg.

ZUM FILM

Lost Touch

Amelia ist die einzige Überlebende eines beschädigten Raumschiffs. Als eine mysteriöse Präsenz auftaucht, gerät sie in einen Konflikt zwischen Vergangenheit und Zukunft.

ZUM FILM